Allgäuer Berufsoffensive: So läuft sie im Corona-Jahr

Mit dabei:
  • Holger Mock
  • Markus Raffler

Die Allgäuer Berufsoffensive: Seit vielen Jahren unterstützt sie Allgäuer Lehrkräfte und damit Schülerinnen und Schüler in den Abschlussklassen dabei, den richtigen Start ins Berufsleben zu finden. In diesem Coronajahr 2020 findet sie anders statt als bisher. Einiges fällt weg, dafür kommt aber Neues dazu, zum Beispiel die Podcasts, unter anderem mit Vertretern der Handwerkskammer Schwaben, der IHK Schwaben, mit einem Start-Up-Unternehmen und auch mit der Allgäuer Zeitung, die diese Berufsoffensive ja federführend mitorganisiert.

Markus Raffler, Stellvertretender Redaktionsleiter der Allgäuer Zeitung, erklärt in diesem Podcast, wie die Organisatoren der Berufsoffensive in diesem Jahr auf die geänderten Voraussetzungen reagieren.

Allgäuer Berufsoffensive: Junge StartUp-Unternehmer berichten

Mit dabei:
  • Holger Mock
  • Neele Devries
  • David Knöbl

Die Allgäuer Berufsoffensive: Heuer, in diesem Corona-Jahr 2020 anders als gewohnt. Sie findet nicht so statt, wie geplant, aber: Sie findet statt.

Die Lehrkräfte im Allgäu sollen auch heuer Unterstützung bekommen. Jugendliche in den Abschlussklassen fragen sich: „Was soll ich denn werden?“ Und die Lehrerinnen und Lehrer im Allgäu sollen sie bei der Anwort auf diese unglaublich wichtige Frage entsprechend unterstützen können.

Die Allgäuer Zeitung unterstützt in diesem Jahr unter anderem mit Podcasts. Verschiedene Akteure der Berufsorientierung, Vertreter aus der Wirtschaft kommen zu Wort und vor allem auch Menschen aus der Praxis.

Diesmal zu Gast im Podcast: Neele Devries (23) und David Knöbl (22). Zwei ganz junge Menschen, die am Ende ihrer Schullaufbahn beschlossen haben: Wir machen uns selbständig. Sie haben ihr Start-Up-Unternehmen Picture Framing GmbH in Aitrang gegründet und sind jetzt Software-Anbieter für Video-Lösungen.

Warum sich die beiden zu diesem mutigen Schritt entschlossen haben, warum sie dennoch jeweils eine Ausbildung bzw. ein Studium machen, wie ihre Lehrerinnen und Lehrer sie unterstützt haben und welche Erfahrungen sie mittlerweile gemacht haben, das erzählen Neele und David im Podcast.

Allgäuer Berufsoffensive: Wie können Jugendliche ihre Zukunft gestalten?

Mit dabei:
  • Holger Mock
  • Hans-Peter Rauch
  • Markus Anselment

Die „Allgäuer Berufsoffensive“ bietet seit 2004 Allgäuer Schülerinnen und Schülern Unterstützung nach dem Motto, mit jeder Aktion möglichst vielen Jugendlichen – über gute Ratschläge hinaus – ganz konkret zu helfen und sie für Berufsfelder zu interessieren und zu sensibilisieren.

Die schuljahrbegleitende Aktion hat wechselnde Schwerpunktthemen, die durch ein durchdachtes Konzept auf abwechslungsreiche und informative Art und Weise präsentiert werden. Die Allgäuer Berufsoffensive erreicht jährlich rund 100 Schulen und knapp 6.000 Schülerinnen an den Allgäuer Schulen.

Die Auftaktveranstaltung der Allgäuer Berufsoffensive kann in diesem Jahr nicht so stattfinden, wie wir das gewohnt sind. Grund ist natürlich die Corona-Pandemie.

Trotzdem sollen die Lehrkräfte im Allgäu Unterstützung bekommen. Junge Menschen sind auf der Suche nach ihrer beruflichen Zukunft. Und vor allem die Lehrer sind da an vorderster Front, um den Jugendlichen Perspektiven zu zeigen. Oder überhaupt mal dabei zu helfen, darüber nachzudenken: „Was will ich denn werden?“

In diesem Jahr 2020, dem „Corona-Jahr“, sollen Podcasts Lehrerinnen und Lehrer sowie Schülerinnen und Schüler bei ihrer Suche nach den besten beruflichen Perspektiven unterstützen. Verschiedene Akteure der Berufsorientierung und Vertreter aus der Wirtschaft kommen zu Wort und geben hilfreiche Tipps zur Berufsorientierung. In diesem Podcast sind das Markus Anselment, Stellvertretender Hauptgeschäftsführer der IHK Schwaben, und Hans-Peter Rauch, Präsident der Handwerkskammer für Schwaben. Zwei Persönlichkeiten, die auch ihren eigenen Erfahrungsschatz in der Berufswelt mit einbringen.

Koordiniert wird das Projekt von der Industrie- und Handelskammer Schwaben, der Handwerkskammer für Schwaben und der Allgäuer Zeitung. Weitere Unterstützung erfolgt durch die Allgäu GmbH, die Allgäuer Schulen, die AOK Bayern, die Raiffeisenbanken und Volksbanken im Allgäu, die Deckel Maho Pfronten GmbH und die Endress + Hauser Wetzer GmbH + Co. KG.

AI155: Wie Stefanie Srp (24) ihre Magersucht überwunden hat

Mit dabei:
  • Lisa Hauger
  • Stefanie Srp

Stefanie Srp, die in Pfronten arbeitet, litt vor einiger Zeit an Magersucht und Depressionen. Mittlerweile geht es der 24-Jährigen aber wieder gut. “Im Großen und Ganzen fühle ich mich jetzt wohl in meinem Körper”, sagt sie im Podcast mit all-in.de.

Angefangen hatte alles mit einer Operation am Bauch. Weil sie sich mit wenig Essen gut fühlte, nahm sie immer weiter ab. Bei einer Größe von 1,75 Meter wog sie zeitweise nur noch 48 Kilo. Nach einem Klinikaufenthalt kam sie dann in eine Wohngruppe, die ihr half, aus ihren Depressionen und der Magersucht herauszukommen. Doch die Krankheit wird Stefanie Srp immer ein Stück weit begleiten, sagt die 24-Jährige.

Wie Stefanie Srp im Nachhinein über ihre Krankheit denkt, ob sie Folgeschäden davon getragen hat, wie sie heute mit dem Essen umgeht und was sie Anderen rät, die ähnliche Probleme haben, erfahren Sie in unserem Podcast.

AI154 Schlagerstar Benny Schnier findet neue Heimat im Allgäu

Mit dabei:
  • Holger Mock
  • Benny Schnier

Problemlage: Diesen Podcast zusammenzufassen. Weit über eine Stunde lang erzählt Benny Schnier (63) äußerst freimütig von seinem Leben und warum er jetzt im Allgäu gelandet ist. Schlagerstar, Radio- und TV-Moderator, Schauspieler: Der Mann hat knapp 50 Jahre Showbusiness hinter sich. Letztenendes hilft es nichts: Man muss sich diesen Podcast anhören.

Wer war nochmal Benny Schnier?

“Hey Amigo Charly Brown”. So heißt der größte Hit von Benny Schnier. In den 70ern hat er damit in der ZDF-Hitparade mit Dieter Thomas Heck einen Party-Hit gelandet, der auch heute noch im Ohr ist. Weitere Hits: “Bin wieder frei” und “Skateboard (uh ah ah)”. In den 80ern war erstmal das Fernsehen dran. Das Ferienprogramm im ZDF mit Anke Engelke und Benny Schnier gehört zu den Kindheitserinnerungen aller Kinder der 70er und 80er.

Es folgten diverse weitere Radio- und Fernseh-Stationen, unter anderem der Bayerische Rundfunk, kleine Rollen im Fernsehen (unter anderem im “Tatort”) und zuletzt der Schlager-Tv-Sender “Gute Laune TV”, wo Benny Schnier kleine und große Schlagerkollegen in einer Talksendung interviewt hat.

Was macht Benny Schnier jetzt?

Jetzt lebt Benny Schnier jetzt im Ostallgäuer Obergünzburg. Er ist Musikchef beim Allgäuer Radiosender RSA und Nachrichtensprecher und Talkmaster bei Allgäu TV. Wenn Benny von seinem jetzigen Weg zur Arbeit schwärmt, die Strecke von Obergünzburg nach Kempten mit dem Ausblick auf die Berge, oder von seinem Häuschen mit Garten, dann merkt man: Benny Schnier ist angekommen.

Im Podcast erzählt er von seinem Leben als Schlagerstar, als Fernsehstar, Schauspieler und Radio-Profi. Von den Marotten seiner Kollegen Jürgen Drews, Vanessa Mai, Helene Fischer und vielen anderen. Wie er beinahe selbst Moderator der ZDF-Hitparade geworden wäre, und warum er es dann doch nicht wurde. Ein extrem abwechslungsreiches Berufsleben, in dem Benny Schnier auch die Großen der Schlagerbranche kennen gelernt hat.

Er erzählt aber auch von seinem Privatleben, von seiner Tochter beispielsweise, zu der er ein sehr enges Verhältnis hat. Heute ist er Single. Von Tinder und sonstigem Internet-Dating hält er allerdings nichts. Warum? Auch das erzählt Benny Schnier im Podcast.

AI153 Allgäu Airport in der Corona-Krise: “Deutlich besser als die meisten Flughäfen in Deutschland”

Mit dabei:
  • Holger Mock
  • Ralf Schmid
  • Marcel Schütz
  • Andreas Loritz

Die Corona-Krise: Eine schwierige Zeit. Auch für den Allgäu Airport in Memmingen. Der Lockdown im März hat den Flughafen relativ unvorbereitet getroffen, wie die meisten Branchen. Geschäftsführer Ralf Schmid beziffert den Schaden auf etwa 2,5 bis 3 Millionen Euro, eine Menge Geld.

Im Podcast erzählt Schmid, warum der Allgäu Airport trotzdem noch relativ gut dasteht im Vergleich mit anderen deutschen Flughäfen. “Wir haben nach Dortmund den zweitniedrigsten Passagier-Rückgang aller Airports in Deutschland”, sagt er. Außerdem: Wie Schmid die Corona-Maßnahmen beurteilt, welches für den Allgäu Airport die schwierigste Phase war und wie man sich am Airport auf einen eventuellen weiteren Lockdown vorbereitet.

Gastronomie am Allgäu Airport stark betroffen

Zunächst kommt allerdings Andreas Loritz zu Wort, Leiter Non-Aviation am Allgäu Airport. Er ist zuständig für alles, was nicht unmittelbar mit dem Flugbetrieb zu tun haben: Parken, Terminal, Info, Gastronomie, Beschwerdemanagement. Zudem ist er flughafenseitig Ansprechpartner für das Corona-Testzentrum. Besonders die Gastronomie war natürlich in der Corona-Krise vom vorübergehenden Lockdown betroffen.

Aktuelle Flugziele: Momentan fliegen viele nach Moldawien

Nach Geschäftsführer Ralf Schmid sprechen wir dann noch mit Marcel Schütz, Leiter Aviation, zuständig für Flugziele, Passagierzahlen und den Flugplan. Er erklärt unter anderem, warum momentan in der Corona-Krise ausgerechnet Chișinău in Moldawien das am stärksten nachgefragte Ziel am Allgäu Airport ist und welche Faktoren ganz entscheidend dafür sind, welche Ziele der Allgäu Airport in seinen Flugplan aufnimmt.

AI152 Warum und wann verschweigt die Polizei Nationalitäten in Polizeiberichten?

Mit dabei:
  • Holger Mock
  • Dominic Geißler
  • Holger Stabik

Über eine Frage streiten besonders Facebook-User gerne und oft: Soll die Polizei in ihren Berichten grundsätzlich die Nationalität eines Täters nennen oder nicht? Holger Stabik und Dominic Geißler von der Pressestelle des Polizeipräsidiums Schwaben Süd-West in Kempten erklären im Podcast, in welchen Fällen sie die Nationalität eines Täters oder Beteiligten nennen und in welchen nicht.

Ein schwieriges Thema, auch für Redaktionen. Der Pressekodex des Deutschen Presserates (nach dem sich auch die Beamten der Pressestelle richten) sagt:
Die Zugehörigkeit soll in der Regel nicht erwähnt werden, es sei denn, es besteht ein begründetes öffentliches Interesse. Besonders ist zu beachten, dass die Erwähnung Vorurteile gegenüber Minderheiten schüren könnte. (Richtlinie 12.1)

Keine eindeutige Definition
In den Leitsätzen werden die Redaktion dazu verpflichtet, “in jedem einzelnen Fall verantwortungsbewusst zu entscheiden, ob für die Nennung einer Gruppenzugehörigkeit ein begründetes öffentliches Interesse vorliegt oder die Gefahr der diskriminierenden Verallgemeinerung überwiegt.” Das heißt: Eine endgültig eindeutige Definition, wann die Nationalität genannt wird und wann nicht, gibt es nicht. Auch wichtig: Es gibt kein Verbot, die Nationalität zu nennen.

Fragen an die Polizei-Pressesprecher
Es ist immer eine Einzelfallentscheidung, bei der sich gleich mehrere Fragen stellen. Gibt es Kriminalitätsfelder, bei denen von vornherein ein “begründetes öffentliches Interesse” besteht? Wie sortiert man einen Deutschen mit türkischen, griechischen oder albanischen Wurzeln ein? In welchen Fällen nennt die Polizei die Nationalität? In welchen nicht? Und noch weitere Fragen, die Dominic Geißler und Holger Stabik im Podcast beantworten.

AI151 Der Wolf im Allgäu: “Willkommen!” oder “Abschießen!”?

Mit dabei:
  • Holger Mock
  • Alfred Enderle
  • Thomas Frey

Der Wolf. Er ist zurück im Allgäu. Einzelne Wölfe scheinen sich im Allgäu und im angrenzenden Tirol aufzuhalten. Und hier gibt es gefühlt nur zwei Meinungen: “Willkommen im Allgäu!” sagen die einen, “Sofort abschießen!” rufen die anderen. So zumindest wirken die Kommentarstränge unter Facebook-Posts, wenn all-in.de Artikel zum Thema postet.

Thomas Frey, Regionalreferent des BUND Naturschutz, Bezirk Schwaben, sagt: “Der Wolf ist ein Allgäuer und wir freuen uns, wenn sich Wölfe wieder im Allgäu anisedeln.” Gemeint ist, dass es den Wolf einmal auch im Allgäu in großer Anzahl gab, er aber vom Menschen vertrieben wurde. Alfred Enderle, Kreisobmann Oberallgäu und Bezirkspräsident Schwaben beim Bayerischen Bauernverband, sieht das anders. Er sagt: Die Sicherheit des Menschen und seines Nutzviehs geht vor.

Einig sind sich Enderle und Frey, dass es mit Sicherheit schon wesentlich mehr Wölfe im Allgäu gibt, als allgemein bekannt ist. Ansonsten führen die beiden im Podcast ein interessantes Streitgespräch über den Wolf im Allgäu, über Landwirtschaft, über Naturschutz, Gefahren und Förderkulissen.

 

AI150 Projekt “Intensivpädagogische Pflegefamilien” der KJF Kaufbeuren-Ostallgäu: Was macht besondere Kinder “besonders”?

Mit dabei:
  • Holger Mock
  • Monika Kaspar

“Ein besonderes Zuhause für besondere Kinder” sucht die KJF (Katholische Jugendfürsorge der Diözese Augsburg e.V.) Kaufbeuren-Ostallgäu. Gemeint sind Kinder, die aus schwierigen Familienverhältnissen kommen und/oder erhebliche Entwicklungsstörungen und Verhaltensauffälligkeiten zeigen. Dafür braucht es neben viel Geduld allerdings auch einen qualifizierten Elternteil.

Das heißt: Mindestens ein Elternteil einer Pflegefamilie muss eine professionelle Ausbildung im sozialen, pädagogischen oder psychologischen Bereich vorweisen. Das soll dafür sorgen, dass die Pflegefamilie mit den Herausforderungen eines “besonderen” Kindes umgehen kann.

Monika Kaspar (30), Koordinatorin für intensivpädagogische Pflegefamilien bei der KJF Kaufbeuren-Ostallgäu, erklärt im Podcast, welche Herausforderungen das sein können und was Pflegefamilien erwartet, die ein “besonderes Zuhause” bieten sollen. Mit Fallbeispielen erläutert sie, warum ein “besonderes” Kind auch eine große Bereicherung für das Leben einer Familie sein kann.

AI149 Motorradkontrollen durch die Polizei, Geschwindigkeitsbeschränkungen: Warum ist das nötig?

Mit dabei:
  • Holger Mock
  • Dominic Geißler
  • Florian Götz

Motorradfahren – ein tolles Hobby. Aber auch gefährlich. Manchmal sogar lebensgefährlich. Auch wenn die Zahl der Todesopfer Jahr für Jahr sinkt. Im Jahr 2011 gab es noch 159 tote Motorradfahrer auf bundesdeutschen Straßen, 2019 waren es “nur” noch 114. Über 28 Prozent weniger in neun Jahren. Dennoch: Jeder Verkehrstote ist einer zu viel.

Es tut sich viel, um schwere Unfälle zu verhindern. Straßen werden ausgebaut, Leitplanken errichtet, Beschleunigungsstreifen verbreitert. Momentan ist sogar ein Fahrverbot für Motorräder an Sonn- und Feiertagen im Gespräch. Dazu Geschwindigkeitsbeschränkungen, besonders an ausgewählten Motorradstrecken. Der Jochpass bei Bad Hindelang (Oberallgäu) zum Beispiel, Deutschlands kurvenreichste Strecke und beliebtes Ausflugsziel für Motorradfahrer: seit März 2019 gilt hier “60”. Hats dort was gebracht? Und die mittlerweile relativ häufigen Kontrollen am Straßenrand, bei der Motorräder teils chirurgisch genau unter die Lupe genommen werden, sind die wirklich nötig?

Zu Gast im Podcast sind Dominic Geißler von der Pressestelle der Polizei in Kempten, und sein Kollege Florian Götz. Er ist Teil der Kontrollgruppe Motorrad der Allgäuer Polizei und einer von denen, die Motorradfahrer gerne als “Wegelagerer” bezeichnen.