AI116 “Rettet die Bienen”: Roland Brunhuber von der ÖDP Ostallgäu zum Volksbegehren

Mit dabei:
  • Holger Mock

“Rettet die Bienen” – so heißt das Volksbegehren, zumindest im Volksmund, für das man sich bis zum 13. Februar 2019 eintragen kann. Eigentlich heißt es “Volksbegehren Artenvielfalt” und hat durchaus noch wesentlich mehr Dimensionen als “nur” die Bienen zu retten. Initiiert hat dieses Volksbegehren unter anderem die ÖDP. In Füssen hat sich kürzlich ein neuer ÖDP-Ortsverband gegründet. Im Vorstand: Der ÖDP-Kreisvorsitzende Roland Brunhuber. Im Podcast nimmt unter anderem er Stellung zur Kritik am Volksbegehren und erklärt, warum es einen ÖDP-Ortsverband Füssen braucht.

AI 117: Wenn ein Kind lebensverkürzend erkrankt: Über den Alltag im Kinderhospiz Bad Grönenbach

Mit dabei:
  • Pia Jakob
  • Angelika Schraut
  • Nina Wintergerst

Wenn ein Kind so schwer erkrankt, dass die Krankheit sein Leben verkürzen wird, steht die Familie oft vor großen Herausforderungen. Ängste, Entscheidungen und organisatorische Probleme beschäftigen und belasten Eltern und Geschwisterkinder. Unterstützung in dieser schweren Zeit finden die Familien im Allgäu im Kinderhospiz St. Nikolaus in Bad Grönenbach.

Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter begleiten die Kinder, ihre Eltern und Geschwister durch die ganze Krankheits-, Sterbe- und Trauerphase. Nicht nur für die Kinder gibt es so eine kurze Auszeit vom Krankheitsalltag – auch die Eltern und Geschwister können durch die Unterstützung des Hospizes Zeit für sich finden, um neue Kräfte zu aktivieren.

Das Hospiz St. Nikolaus in Bad Grönenbach setzt dabei besonders auf Kommunikation, wie Angelika Schirmer, die Pflegedienstleiterin erklärt. Die Familien vertrauen sich dabei nicht nur dem Pflegepersonal an. So kommt es laut Schirmer schon mal vor, dass Eltern mit der Hauswirtschafterin über ihre Sorgen sprechen. Im Kinderhospiz in Bad Grönenbach wird ein offenes und vertrauensvolles Miteinander gelebt.
Das hat auch Nina Wintergerst beeindruckt, die im Hospiz ein freiwilliges soziales Jahr macht. Der positive Umgang miteinander hat sie von der Einrichtung überzeugt. So stellt sie sich der Herausforderung der Arbeit mit schwer erkrankten Kindern.

In unsererem Podcast erzählen Angelika Schraut und Nina Wintergerst, wie sie diese Herausforderungen meistern und in welchen Momenten die Arbeit besonders viel Spaß macht. Sie berichten aber auch von den Schwierigkeiten, die der Pflegenotstand auch im Kinderhospiz mit sich bringt.

AI118 Volksbegehren Artenvielfalt: Podcast mit Alfred Enderle vom Bauernverband Oberallgäu

Mit dabei:
  • Holger Mock
  • Alfred Enderle

“Soll ich oder soll ich nicht unterschreiben?” Diese Frage stellen sich noch viele bis zum 13. Februar 2019. Dann nämlich endet die Frist, sich für das Volksbegehren Artenvielfalt einzutragen. Landläufig heißt dieses Volksbegehren mittlerweile “Rettet die Bienen”.

In einem sind sich alle einig: Alle wollen die Bienen retten (und sämtliche anderen Arten auch). Nur: Ob das von der ÖDP initiierte Volksbegehren tatsächlich die Lösung ist, daran zweifeln viele. Allen voran der Bayerische Bauernverband.

Alfred Enderle, Kreisobmann des Bauernverbandes im Kreisverband Oberallgäu und Bezirkspräsident von Schwaben, erklärt im Podcast, warum der Bauernverband nicht empfiehlt, sich beim Volksbegehren einzutragen. Unter anderem geht es um die Situation und die Zukunftschancen der Landwirte.

AI 115 “Nichts ist unhackbar”: Kemptener Informatiker Frank Köhler über sichere Passwörter

Mit dabei:
  • Frank Köhler
  • Stephanie Eßer

Mit dem “Ändere dein Passwort Tag” soll jedes Jahr am ersten Februar auf die Sicherheit von Zugangsdaten aufmerksam gemacht werden. Denn Passwörter wie “Passwort” oder “1234” sind noch immer sehr beliebt und machen es Hackern leicht an persönliche Accounts und Daten zu gelangen. Aus aktuellem Anlass umso wichtiger, häufen sich doch gerade die Nachrichten von neuen Veröffentlichungen persönlicher E-Mail-Adressen und Passwörter

“So lang und so kryptisch, dass man es sich nicht merken kann”: So sollte ein Passwort laut Frank Köhler, Webentwickler und Leiter der IT bei der Firma rta.design in Kempten, aussehen. Ein sicheres Passwort sollte seiner Meinung nach mindestens 12 Zeichen lang sein und aus Groß- und Kleinbuchstaben sowie Sonderzeichen und Zahlen bestehen. Außerdem sei es wichtig, das Passwort regelmäßig zu erneuern. Doch selbst dann sei eine hundertprozentige Sicherheit nicht gewährleistet.

Über verschiedene Portale können Nutzer testen, ob ihre persönlichen Daten in einem Leak veröffentlicht wurden. Unter einem Leak (zu Deutsch: Leck) versteht man die Veröffentlichung von Informationen ohne Zustimmung des Eigentümers. Das Hasso-Plattner-Institut in Potsdam bietet einen solchen Service an, bei dem die E-Mail-Adresse zur Überprüfung eingegeben werden kann. In einer Mail wird der Nutzer dann darüber informiert, ob oder welche Daten im Internet kursieren (Siehe Bild).

In unserem Podcast erklärt Frank Köhler wie ein sicheres Passwort aussehen soll, was man tun kann, wenn seine Daten im Internet kursieren und warum man nie vollständig vor Hacker-Angriffen geschützt sein kann. Außerdem berichtet der 32-Jährige aus eigener Erfahrung, wie schnell man selbst Opfer von Internetkriminellen werden kann.

AI 114 Mit Demenz in Würde altern: Lindauer Diakonie plant Demenzdorf

Mit dabei:
  • Anke Franke
  • Stephanie Eßer

Das Kurzzeitgedächtnis leidet, im weiteren Verlauf dann auch das Langzeitgedächtnis. Man kann sich an bestimmte Ereignisse nicht mehr erinnern und Worte fallen einem nicht mehr so leicht ein wie früher. Personen, die an Demenz erkrankt sind, merken, dass etwas mit Ihnen nicht stimmt. Weil ihre Angehörigen oft selbst mit der Situation überfordert sind, kommen viele Demenzkranke später in ein Pflegeheim.

Doch nicht alle Heime haben die Möglichkeit, jeden Patienten individuell zu betreuen und auf ihre Bedürfnisse einzugehen. Nicht selten kommt es deshalb in Deutschland vor, dass Demenzkranke mit Medikamenten ruhig gestellt werden. Nicht aus böser Absicht, jedoch aus Überforderung.

Mit dem Alten- und Pflegeheim Maria-Martha-Stift in Lindau ist es der evangelischen Diakonie gelungen, den Bewohnern ein eigenständiges und freieres Leben zu ermöglichen. Daran möchte Anke Franke, Einrichtungsleiterin des Maria-Martha-Stifts und Geschäftsführerin der evangelischen Diakonie Lindau, nun anknüpfen.

Schon seit einigen Jahren setzt Sie sich für ein Pilotprojekt nach dem niederländischem Vorbild “De Hogeweyk” ein. Unter dem Namen “Hergensweiler Heimelig” soll ein Dorf für Menschen mit Demenz entstehen. Dort sollen die Bewohner ein ganz normales Leben führen können, ihren Bewegungsdrang ausleben und mit anderen Menschen zusammenleben können.

Für dieses Projekt erhält die 59-Jährige auch die Unterstützung aus der Politik. Der Bürgermeister von Hergensweiler, Wolfgang Strohmaier, hat dafür sogar das niederländische De Hogeweyk besucht, um sich von dem Konzept zu überzeugen. Auch Bundesentwicklungsminister Gerd Müller (CSU) steht hinter dem Pilotprojekt und hat mit mehreren Ministern gesprochen, um die Förderung des Dorfes voranzutreiben.

Wie in deutschen Heimen mit Demenzkranken umgegangen wird, warum das “Hergensweiler Heimelig” eine würdevolle Alternative ist und wie es mit dem Pilotprojekt weitergeht, hören Sie in unserem Podcast.

“Der Respekt gegenüber Rettungskräften nimmt immer mehr ab”: Andreas Kracker von der Freiwilligen Feuerwehr Sonthofen über aktuelle Herausforderungen

Mit dabei:
  • Andreas Kracker
  • Camilla Schulz
Feuer löschen, verunfallte Menschen aus Autos befreien und vollgelaufene Keller leer pumpen: Das alles sind Aufgaben, die Feuerwehrmänner für uns bewältigen. Sie sind unsere Alltagshelden und helfen, wo es nur geht. Der 1. Vorstand und Kommandant der Freiwilligen Feuerwehr Sonthofen, Andreas Kracker, bezeichnet sich selbst aber nicht als Alltagshelden. “Für mich ist es einfach ein Hobby, so wie für andere der Sport.”

Manchmal wird dieses Hobby aber zur Zerreißprobe, vor allem wenn die Arbeit und Leidenschaft, die dahinter steckt, nicht geschätzt wird. In letzter Zeit komme es immer häufiger vor, dass Feuerwehrmänner bei Einsätzen nicht mit dem nötigen Respekt behandelt werden. Und auch Einsätze, die eigentlich gar keine wären, häufen sich immer mehr.

Was Andreas Kracker in seiner Zeit als Feuerwehrmann schon alles erlebt hat, wie Einsatzkräfte die Feiertage verbringen und mit welchen Gerüchten die Freiwillige Feuerwehr Sonthofen ganz aktuell zu kämpfen hat, hören Sie in unserem Podcast.

AI112 Exhibitionismus – Was steckt dahinter? Allgäuer Psychologin klärt auf

Mit dabei:
  • David Yeow
  • Birthe Hildebrandt-Möller
Alle paar Monate meldet die Allgäuer Polizei einen Fall von Exhibitionismus. Die Täter: nahezu alle männlich. Die Opfer: häufig Frauen oder Kinder. Dazwischen gibt es gelegentlich Meldungen von großen Sportevents und sogenannten Flitzern. Die Reaktionen auf solche Nachrichten reichen dabei von Schmunzeln, über Kopfschütteln bis hin zu wütenden Kommentaren in sozialen Netzwerken – letzteres besonders dann, wenn Kinder betroffen sind.

Mehr Aufmerksamkeit hat das Thema aber nun im Fall der Schauspielerin Antje Mönning (40) erregt. Die als TV-Nonne bekannt gewordene Schauspielerin hatte sich freizügig einer Zivilstreife der Polizei präsentiert und muss sich deswegen vor einem Kaufbeurer Gericht verantworten. Allerdings nicht wegen exhibitionistischer Handlungen, sondern wegen Erregung öffentlichen Ärgernisses. Denn: Der Straftatbestand des Exhibitionismus kann eigentlich nur durch Männer erfüllt sein.

Warum das so ist, was Männer dazu bringt sich vor wildfremden Menschen zu entblößen und wie man als Opfer mit solchen Situationen umgehen kann, darüber haben wir in einem Podcast mit der Fachärztin für Psychiatrie und Psychotherapie, Birthe Hildebrand-Möller von der Helios-Klinik in Bad Grönenbach gesprochen.

AI111 Internet-Kriminalität: Valeria Wild von der Kripo Kempten gibt Tipps

Mit dabei:
  • Holger Mock
  • Valeria Wild
Fast täglich gibt es neue Fälle von Internet-Kriminalität im Allgäu. Die Kriminalpolizei Kempten hat dafür mittlerweile eine eigene Abteilung eingerichtet. Eine der Spezialkräfte bei der Kripo für Cyber-Kriminelle und ihre Maschen ist Kriminal-Oberkommissarin Valeria Wild (28). Ihr wichtigster Tipp: “Schalten Sie den gesunden Menschenverstand ein.” Wenn ein Angebot zu gut klingt, um wahr zu sein, wenn eine Email-Adresse irgendwie merkwürdig aussieht, wenn ein angeblich offizieller Text einer Behörde oder einer Bank Rechtschreib- und Grammatikfehler enthält, ist Vorsicht geboten.

Wie ihre tägliche Arbeit aussieht, welche Maschen momentan im Umlauf sind, wie sie selbst privat mit dem Internet umgeht und was sie Eltern von Jugendlichen im Umgang mit dem Internet rät, verrät uns Valeria Wild im Podcast.

AI110 Geraldine Burger (20) aus Lindenberg vor der Wahl zur Miss Bayern 2018

Mit dabei:
  • Holger Mock
  • Geraldine Burger
Seit etwa einem halben Jahr nimmt Geraldine Burger aus Lindenberg (Allgäu) an Miss-Wahlen teil – mit Erfolg. Im Mai wurde sie Vize-Miss-Deggendorf, im September Dritte bei der Wahl zur Miss Franken und im Oktober holte sie sich den Sieg bei der Wahl zur Miss Mühldorf. Am Samstag, 17. November 2018 tritt sie an zur Wahl der Miss Bayern in München, der Vorausscheidung zur Miss Germany-Wahl im Februar 2019.

Im Podcast erzählt uns Geraldine Burger unter anderem, warum sie an Misswahlen teilnimmt, wie sehr ihre Familie sie unterstützt und was sie sich für die Zukunft davon verspricht. Außerdem: Welche Rolle Schönheit und Intelligenz bei Misswahlen spielen, wie die Atmosphäre hinter den Kulissen ist und dass sie aufgrund ihrer Teilnahme an Misswahlen auch schon unangenehme Erfahrungen gemacht hat.

AI 109 100 Jahre Frauenwahlrecht: Ostallgäuer Landrätin Maria Rita Zinnecker spricht über die Rolle der Frauen in der Politik

Mit dabei:
  • Pia Jakob
  • Maria Rita Zinnecker
Sie ist eine von nur fünf Landrätinnen in Bayern: Maria Rita Zinnecker vertritt den Landkreis Ostallgäu seit 2014. Auf ihrem Weg dorthin musste sie sich immer wieder auch gegen den ein oder anderen männlichen Konkurrenten durchsetzen. Dass sie als Frau politisch mitentscheiden und mitgestalten darf, bedeutet Zinnecker sehr viel. So verwundert es dann auch nicht, dass sie auf die Frage, ob sie vor 100 Jahren für ein Frauenwahlrecht gekämpft hätte, sofort mit “Ja” antwortet. “Ich wäre wahrscheinlich eine Souffragette gewesen”, erklärt sie, eine der Frauen, die sich für gleiche Rechte stark gemacht hätten.

Dass es trotz 100 Jahren Wahlrecht noch keine absolute Gleichberechtigung beziehungsweise noch keine absolut gleiche Anerkennung von Frauen und Männern in politischen Positionen gibt, merkt Zinnecker in ihrem Arbeitsalltag nur selten. Sollte das der Fall sein, wie etwa bei einem Besuch in Berlin mit allen Bayerischen Landrätinnen und Landräten, begegnet sie solchen Momenten mit Humor. Was genau beim Besuch in Berlin passiert ist und wie Maria Rita Zinnecker die Rolle der Frauen in der Politik heute sieht, erzählt sie uns im Podcast.