AI074 Mountainbiken am Mariaberg: all-in.de-Podcast mit Stefan Sommerfeld von der Bike Initiative Kempten

Mit dabei:
  • Michelle Aus dem Bruch
  • Stefan Sommerfeld

Stefan Sommerfeld fährt seit über 17 Jahren Mountainbike. Und in dieser Zeit hat sich einiges verändert: Mountainbiken ist vom Randsport zum Breitensport geworden. Immer mehr Leute setzen sich aufs Rad und gehen raus in die Natur. Mit dem großen Zulauf im Sport kamen aber auch Konflikte auf: Viele Land- und Waldbesitzer fürchten, dass Monutainbiker Schäden im Wald anrichten, das Wild aufscheuchen oder abseits der Wege fahren. Das führt dazu, dass Wege eingeebnet werden, Verbotsschilder an Wäldern angebracht werden oder in ganz einzelnen Fällen Fallen, zum Beispiel Nägel auf dem Boden, aufgestellt werden. Aus diesen Beobachtungen heraus hat sich vor zwei Jahren die Bike Initiative Kempten gegründet. Die Mitglieder möchten den Streit am Mariaberg in Kempten klären und eine Lösung finden, mit der alle Interessengruppen zufrieden sind. Im Podcast sprechen wir mit Stefan Sommerfeld über den Sport, die Probleme und welche Ziele die Bike Initiative Kempten verfolgt.

AI072 Mehrweg-Kaffeebecher in Kempten: Chef des Umweltamtes über den Kampf gegen den Bechermüll

Mit dabei:
  • David Yeow
  • Claus-Dieter Jaskolka

Jede Stunde gehen in Deutschland rund 230.000 Einweg-Kaffeebecher über die Theke. Jährlich sind das rund 2,8 Milliarden Stück. Ein Problem, nicht nur in Sachen Ressourcenverbrauch. Besonders die Kommunen haben dadurch mit riesigen Müllbergen zu kämpfen. Die Stadt Kempten möchte genau dagegen aber jetzt etwas tun und will ein einheitliches Pfandsystem einrichten. Dafür haben sie letzte Woche insgesamt 47 Unternehmen aus Kempten zu einer Infoveranstaltung eingeladen. Dort wurde reCup vorgestellt: Ein junges Start-Up-Unternehmen aus Rosenheim das Mehrwegbecher aus Plastik produziert. Zusammengeführt wurden die Kemptener Kaffeeverkäufer und das Pfandbecher-Unternehmen von der Stadt Kempten. Dafür zuständig bei der Stadt ist Claus-Dieter Jaskolka, Leiter des Amtes für Umwelt- und Naturschutz. Mit ihm haben wir über das Projekt Mehrweg-Kaffeebecher gesprochen.

AI071 Bundestagswahl 2017: AZ-Redaktionsleiter Uli Hagemeier im Podcast

Mit dabei:
  • David Yeow
  • Uli Hagemeier

Die Bundestagswahl 2013: Keine Wählergruppe war stärker als die, denen es egal war wer künftig Deutschland regiert. Rund 18 Millionen Deutsche haben bei der letzten Wahl auf ihr Mitbestimmungsrecht verzichtet.

Ob es bei der Bundestagswahl 2017 am Sonntag anders sein wird? Fraglich. Letzten Wählerumfragen zufolge sind noch rund 40 Prozent aller Deutschen unentschlossen – auch ob sie überhaupt wählen gehen sollen.

Warum es sich aber lohnt das „Kreuzchen“ zu setzen, wie man sich so kurz vor der Wahl noch schlau machen kann über die Parteien und ihre Themen und warum die Bundestagswahl 2017 Einfluss auf unser Leben hat, darüber haben wir in einem Podcast mit dem Redaktionsleiter der Allgäuer Zeitung, Uli Hagemeier gesprochen.

Außerdem erklären wir in einem Bundestagswahl ABC was es mit Begriffen wie Überhand- und Ausgleichsmandaten, mit Erst- und Zweitstimme und mit Sperrklausel und Mehrheitswahl auf sich hat.

AI057 . Tierwohl hört nicht an der Schlachtbank auf: Oberallgäuer Bio-Landwirt verwendet mobile Schlachtbox

Mit dabei:
  • Larissa Pucher
  • Herbert Siegel

Er geht andere Wege. Dabei geht es Bio-Landwirt Herbert Siegel vor allem um das Wohl seiner Tiere. Vor sieben Jahren verließ er zum ersten Mal diesen einen herkömmlichen Weg, der für die Tiere den Gang zur Schlachtbank bedeutet. Eine Schlachtbank in einem Schlachthof, kilometerweit weg vom heimischen Stall, weg von der Herde.

Diesen Stress wollte er seinen Tieren ersparen. Siegel kämpfte jahrelang mit Behörden, Gesetzen, manchmal auch mit sich selbst. Bis er schließlich Ende letzten Jahres den Bescheid bekam: Ab sofort darf er sein Vieh daheim töten.

Für diese Schlacht-Methode braucht er: einen Jäger, einen Metzger und einen Amtstierarzt. Aufwändig ist diese Methode, bei der er das Tier von der Herde nicht trennt. Ihm ist er aber wert. Im all-in.de-Podcast sprechen wir mit Herbert Siegel über seine “Pionier-Arbeit”, die er hier im Allgäu leistet.

A053 . Drogenrazzien in Kemptener Asylbewerberheimen

Mit dabei:
  • Holger Mock
  • Michael Munkler

Über 100 Polizeibeamte haben gleichzeitig zwei Asylbewerberheime in Kempten durchsucht. Das Ziel: den Drogenhandel bekämpfen. Diese beiden Asylbewerberheime haben sich nämlich in letzter Zeit immer mehr zu Anlaufstellen für Cannabis-Konsumenten entwickelt. Auch Minderjährige haben dort Gras kaufen können. Das Ergebnis: 300 Gramm Marihuana und 7.800 Euro Bargeld, dazu noch 20 Gramm einer bisher nicht näher genannten Droge. Als Ausbeute eines Einsatzes dieser Größenordnung sicherlich äußerst überschaubar. Ob sich der Einsatz dennoch gelohnt hat, darüber sprechen wir mit Michael Munkler aus der Rundschau-Redaktion der Allgäuer Zeitung.

AI050 . Ein Tag nach der OB-Wahl in Memmingen

Mit dabei:
  • Helmut Kustermann
  • Holger Mock

Memmingen hat am Sonntag gewählt. Und darf es am Sonntag, den 6. November gleich wieder. Im Rennen sind noch Markus Kennerknecht von der SPD/FDP und Dr. Robert Aures von der CSU. Wie wird sich Memmingen entscheiden? Was machen die beiden Kandidaten in der Zeit bis zur Stichwahl? Wer kann die Stimmen des Freien-Wähler-Kandidaten Gottfried Voigt am besten mit seinem Wahl-Programm vereinen? Und wie verlief das Gespräch der Kandidaten einen Tag nach der Wahl mit den Redakteuren der Memminger Zeitung? Darüber sprechen Holger Mock und Helmut Kustermann, Leiter der Memminger Lokalredaktion, in diesem Podcast.

AI046 – Wenn E-Biker falsch bremsen: Rad-Experte Peter Neugebauer aus Kempten gibt Tipps gegen Unfallursache Nummer Eins

Mit dabei:
  • Larissa Pucher
  • Peter Neugebauer

Unfallursache Nummer Eins bei E-Bikern ist eine falsche Bremstechnik. Das sagt Rad-Experte Peter Neugebauer aus Kempten. Er gibt geführte Mountain-Bike-Touren in den Allgäuer Alpen und auch Einsteiger-Kurse für E-Bike-Fahrer. Er ist oft in den Bergen unterwegs und berichtet von brenzligen Situationen, in denen E-Bike-Fahrer beim Bremsen ins Schlingern geraten und die Kontrolle verlieren. Oft stürzen die E-Biker und verletzen sich schwer, weil sie mit hohem Tempo unterwegs sind. Das kommt daher, dass die E-Bikes schwerer sind als ein normales Mountainbike. Also rückt die Bergwacht aus und die hat wegen der hohen Unfallzahlen kürzlich Alarm geschlagen. Laut Georg Hasselberger von der Bergwacht Oberstdorf könnten viele E-Biker in Gebiete vorstoßen, die sie sonst konditionell nicht hätten erreichen können. Damit überforderten sich viele. In diesem Podcast klären wir über Irrtümer auf und stellen fest, dass E-Bikes nicht mehr nur für Omas und Opas sind.

AI045 – Kriseninterventionsdienst im Dauereinsatz – ein Gespräch mit dem Teamleiter Oberallgäu

Mit dabei:
  • Larissa Pucher
  • Alessandro Genovese

Urlaubszeit im Allgäu. Das Wetter ist gut, viele Urlauber und Einheimische unternehmen Ausflüge. Das merken viele Allgäuer vor allem am Verkehr auf den Straßen, die Richtung Berge und Ausflugsziele führen.

Andere merken es am oft mehrmals täglichem Piepsen des Einsatz-Pagers. Alessandro Genovese ist hauptberuflich Rettungsassistent. Ehrenamtlich koordiniert er die Einsätze für das Kriseninterventionsteam (KIT) Kempten, den Kriseninterventionsdienst (KID) Oberallgäu und ist Mitkoordinator für die Einsätze der Notfallseelsorge Oberallgäu.  In diesem Podcast erzählt Genovese von seinen persönlichen Erlebnissen, die er bei Einsätzen als Kriseninterventionsdienstler hatte. Er erinnert an die Schlammlawine in Oberstdorf, die vor über einem Jahr zwei Wohngebiete nach Starkregen überflutet hatte. Wie die Menschen auf diese extreme Situation, womöglich Haus und Hof verloren zu haben, reagierten.

Und er erinnert an Einsätze, die ihn persönlich mitgenommen haben. Als er beispielsweise nach einem tödlichen Motorradunfall auf der A7 mit seinem Team die Hinterbliebenen betreuen musste. Das Unfallopfer war Teil einer Motorradgruppe, deren Mitglieder sich untereinander sehr gut kannten. Nach diesen Einsätzen bekommen die ehrenamtlich Tätigen Unterstützung von anderen Experten, damit sie das Erlebnis besser verarbeiten können.

Das Kriseninterventionsteam hat zur Zeit 15 ehrenamtliche Mitglieder im KID Oberallgäu, 20 sind für das KIT Kempten tätig und 15 für die Notfallseelsorge Oberallgäu. Das Team nimmt gerne neue Freiwillige auf. Wer Interesse hat, kann sich gerne unverbindlich informieren. Genovese erzählt im Podcast genau, wie die Ausbildung abläuft und nimmt auch schon die ersten Ängste: Kein Neuer wird ins kalte Wasser geschmissen, sondern hospitiert erst mal auf Einsätzen des Kriseninterventionsteams.

So wird man Kriseninterventions-Helfer – das Mindestalter beträgt 23 Jahre
In den Kriseninterventionsteams (KITs) arbeiten ehrenamtliche Mitarbeiter. Sie kümmern sich um Menschen, die mit schweren Erlebnissen – Unfällen, Tod eines Angehörigen, Katastrophen, Gewaltverbrechen, Suizid – fertig werden müssen, überbringen Todesnachrichten und leisten “psychosoziale Notfallversorgung”. Die Helfer hören zu, beruhigen und trösten die Betroffenen und begleiten sie durch die Krise. Wie lange die Betreuung dauert, richtet sich dabei nach den Bedürfnissen der Betroffenen.

Nicht zuständig ist das KIT bei Ehe- und Nachbarschaftsstreitigkeiten. Nicht betreut werden auch Menschen unter Drogeneinfluss und Betrunkene sowie chronisch psychisch Kranke.

Für die Ausbildung zum Kriseninterventions-Helfer sind folgende Kriterien erforderlich: Die Personen müssen mindestens 23 Jahre alt sein, über psychische Stabilität und Empathie verfügen sowie die Bereitschaft mitbringen, sich umfassend aus- und weiterbilden zu lassen.

Zur Ausbildung gehören ein Grundlehrgang und ein Fachlehrgang. Vermittelt werden unter anderem Kenntnisse in psychosozialer Notfallversorgung (PSNV), Psychotraumatologie, Gesprächsführung, Einsatzstruktur, Aufgaben von Rettungsdiensten und situatives Handeln.

Die Ausbildung beträgt 120 Unterrichtsstunden und wird zum Beispiel vom Arbeiter Samariterbund (ASB) oder dem Bayerischen Roten Kreuz (BRK) angeboten. Während der Ausbildung hospitieren die Lehrgangsteilnehmer bei Einsätzen unter der Aufsicht eines Mentors. Mehrmals im Jahr finden Supervisionen statt.

AI044 – Gumpenunglück mit zwei Toten, Blitzeinschlag mit Todesopfer, Roßhauptenerin wagt den Schritt in die Selbständigkeit, Festwochen-Rundgang mit Martin von Losamol

Mit dabei:
  • Holger Mock
  • Larissa Pucher

In dieser Folge beschäftigen wir uns zunächst mit zwei unangenehmen Themen. An den Buchenegger Wasserfällen hat es ein Unglück gegeben, bei dem zwei Menschen gestorben sind: Ein 17-jähriger Flüchtling und ein 31-jähriger Begleiter. Ist so etwas zu verhindern oder ist die Natur manchmal einfach unberechenbar?

Bei einem Gewitter am Steineberg hat sich ein Ehepaar unter einen Baum gestellt. Dort schlug der Blitz ein und hat die Ehefrau (48) erschlagen. Der Mann ist schwer verletzt. Was kann man tun, damit einem so ein Schicksal erspart bleibt?

Der Traum von der Selbständigkeit: Für Andrea Settele aus dem Ostallgäuer Roßhaupten ist er wahr geworden. Warum machen das eigentlich so wenige Leute, wo doch so viele mit ihrem (Berufs-)Leben so unzufrieden sind?

Wir haben einen Festwochen-Rundgang gemacht, und zwar mit einem der besten Entertainer des Allgäus: Martin von der Mundart-Reggae-Band Losamol hat für uns mit den Besuchern “Allgäu-Quiz” gespielt.

Und dann haben wir noch ein neues Drohnen-Format erfunden: “Wo bin ich?” heißt es. Die neue Folge ist gedreht, zu finden auf unserer Facebook-Seite.

AI042 – Urlaubs- und Freizeit-Themen: Marienbrücke bei Schloss Neuschwanstein, Wohnmobile und E-Bikes

Mit dabei:
  • Holger Mock
  • Anna Hatt

Sommerferien im Allgäu: Deshalb haben wir unseren Podcast diesmal einigen touristischen Themen gewidmet.

Den besten Blick auf Schloss Neuschwanstein hat man hoch oben über der Pöllatschlucht. Zwölf Monate lang wurde der Steg saniert. Jetzt wurde die Marienbrücke wiedereröffnet.

Früher war All-inclusive-Urlaub der Renner. In Zeiten von Selbstmord-Piloten, Terroranschlägen in Urlaubsländern und zunehmenden Reise-Individualismus meiden aber immer mehr Menschen die klassischen Urlaubspfade und setzen auf Sicherheit und Unabhängigkeit. Deshalb nehmen Ferien im Wohnmobil seit zwei Jahren deutlich zu.

Auch das Geschäft mit E-Bikes boomt, obwohl sie kein Schnäppchen sind. Renner sind inzwischen Mountainbikes mit elektrischem Hilfsmotor, die es laut Fachhändlern ab etwa 2.500 Euro gibt.