Tourismus im Allgäu: Wird jetzt endlich alles gut?

Mit dabei:
  • Svenja Moller
  • Simone Zehnpfennig

Die Skisaison seht vor der Tür. Nach aktuellem Stand der Corona-Regeln dürfen Skilifte öffnen. Und auch Hotellerie und Gastronomie können Gäste empfangen – wenn auch weiterhin mit gewissen Einschränkungen. Simone Zehnpfennig, Pressesprecherin der Allgäu GmbH, blickt zuversichtlich Richtung Wintersaison.

In der Hotellerie lässt sich schon jetzt ein positiver Trend erkennen. „2019 war das beste Tourismus-Jahr seit wir die Zahlen aufzeichnen“, erzählt Zehnpfennig im Podcast mit all-in.de. Die Übernachtungszahlen vom diesjährigen August liegen nun sogar noch über denen von 2019. Zehnpfennig geht davon aus, dass sich das auch im Winter fortsetzen wird.

Trotz allem Optimismus hat die Corona-Pandemie im Allgäu einen großen Schaden angerichtet. Im vergangenen Jahr konnte 202 Tage lang kein Tourismus stattfinden. Dementsprechend hat die Pandemie das Allgäu in dieser Zeit über zwei Milliarden Euro gekostet. Ob es deshalb viele Schließungen gab oder ob sich Unternehmer während der Pandemie sogar getraut haben, ein Hotel oder eine Gastronomie zu eröffnen, hat Zinnecker in unserem Podcast erzählt.

Podcast mit „Rocker-Chefreporter“ Michael Ahlsdorf: „Auf heißem Stuhl im Rockerkrieg“

Mit dabei:
  • Holger Mock
  • Michael Ahlsdorf

Michael Ahlsdorf (60) war viele Jahre lang Chefredakteur, später Chefreporter des deutschen Rockermagazins „Bikers News“. Diese Zeitschrift war sow etwas wie das „Amtsblatt“ der Rockerszene mit Berichten über Motorräder, Veranstaltungen, Verlautbarungen der Clubs (oder von Gruppen, die ein Club werden wollten), aber auch mit professioneller Berichterstattung über das, was die Szene bewegt – zum Beispiel den sogenannten „Rockerkrieg“, als Hauptsächlich Hells Angels und Bandidos gegeneinander aufrüsteten. Kein ungefährliches Terrain für einen Journalisten, es sei denn, er kennt die Regeln. Was das angeht, gibt es in Deutschland sicherlich keinen anerkannteren Experten als Michael Ahlsdorf.

Im Podcast erzählt er von seinem Leben als „Rocker-Journalist“, von der Rocker-Szene, die momentan seiner Meinung nach kaputt ist, von schönen und weniger schönen Erlebnissen in dieser Szene, um die sich auch viele Mythen ranken.

Michael Ahlsdorf hat zuletzt ein Buch geschrieben mit dem Titel „Auf heißem Stuhl im Rockerkrieg – Als Chefredakteur eines Rockermagazins zwischen Hells Angels und Bandidos“. Das Buch sollte man lesen, wenn man sich für die Rocker-Kultur interessiert. Allerdings erst den Podcast anhören 😉

Podcast mit Kemptener Tätowierer Eugen Schreiner: Tattoo-Branche nach dem Corona-Lockdown

Mit dabei:
  • Holger Mock
  • Eugen Schreiner

Der Kemptener Tätowierer Eugen Schreiner hatte im April mit einem satirischen Lied („Hey, hey, Söderlein, lass doch mal die Scheiße sein“) einen Nerv getroffen. Im Podcast auf all-in.de kritisierte er nicht nur die Corona-Maßnahmen, er zeichnete ein differenziertes Bild der Tattoo-Branche im Corona-Lockdown. Unter anderem wies er darauf hin, dass in Tattoo-Studios sowieso schon höchste Hygiene-Standards herrschen, durchaus ähnlich streng wie in Arztpraxen.

Seit einiger Zeit dürfen Tätowierer wieder arbeiten. Wie geht es der Branche jetzt? Wie heftig ist der Stau an Tattoos, die er und seine Kolleg(inn)en jetzt aufholen müssen? Wie hat der Tattoo-Künstler die Lockdown-Zeit überstanden, und zwar beruflich wie auch privat? Wie ist seine Einschätzung der Zukunft? In diesem Podcast erlebt man einen positiven Menschen, der nicht nur schwarzmalt (Wortspiel beabsichtigt!).

Podcast mit Fridays for Future Aktivistin Michelle Derbach

Mit dabei:
  • Svenja Moller
  • Michelle Derbach

Sie ist im Alter von 14 Jahren in die SPD eingetreten, mit 16 Jahren hat sie als Unterbezirksvorsitzende kandidiert. Jetzt ist die 17-jährige Michelle Derbach die Hauptorganisatorin und man könnte auch sagen das Gesucht der Fridays for Future Ortsgruppe Füssen/Pfronten. Neben Schularbeiten – Derbach macht im kommenden Jahr die Matura – organisiert sie Demonstrationen und Mahnwachen und startet eine neue Karriere im SPD-Ortsverein Garmisch-Partenkirchen.

Podcast mit Allgäuer Clubbesitzer zu Öffnung nach der „Corona-Pause“

Mit dabei:
  • Holger Mock
  • Jakob Hurler

Im Oktober 2021 dürfen die Clubs und Diskotheken in Bayern wieder öffnen, allerdings nur unter bestimmten Bedingungen. Diese Bedingungen sind teilweise schon wieder so kompliziert und wirklichkeitsfremd, dass manche Betreiber von Clubs und Diskotheken darüber nachdenken, ob sie überhaupt wieder öffnen sollen. Einer dieser Club-Betreiber ist Jakob „Hacky“ Hurler vom Club GoIn in Obergünzburg (Landkreis Ostallgäu). Sein Club GoIn hat den Sommer über aus dem Innenhof einen Biergarten gemacht und dort Livekonzerte veranstaltet. Warum er momentan noch zögert, das GoIn auch regulär wieder zu öffnen, erklärt er im Podcast.

Podcast: So erlebte Hundetrainerin Anja Hanzel die Corona-Pandemie

Mit dabei:
  • Svenja Moller
  • Anja Hanzel

Während der Corona-Pandemie und der Schließung vieler Wirtschaftsbereiche waren manche Branchen mehr, andere weniger im Fokus der Öffentlichkeit. Von Hundeschulen beispielsweise hat man in dieser Zeit nur wenig gehört. „Zu Beginn der Schließung gab es sehr viele Hilferufe“, erinnert sich Anja Hanzel, Hunde- und Degilitytrainerin, Verhaltensberaterin und Betreiberin des ersten Naturhundegartens in Deutschland.

Um welche Notfälle es sich dabei handelte und ob die Hundetrainerin auch über das Telefon helfen konnte, darüber spricht sie im Podcast mit all-in.de. Außerdem erzählt Anja Hanzel, wie sehr sie die Corona-Pandemie getroffen hat und ob sie auch jetzt noch eingeschränkt ist in ihrer Arbeit.

Leukämie-Patientin erzählt ihre Geschichte – und ruft zu Stammzellenspenden auf!

Mit dabei:
  • Holger Mock
  • Monika Willert

Monika Willert hat viel durchgemacht im letzten Jahr. Vermutlich das schwerste Jahr ihres Lebens. Im Frühjahr erhielt sie die Diagnose: „Sie haben Leukämie“. „Das traf mich wie ein Vorschlaghammer“, sagt Monika Willert im Podcast. Was folgte, waren Monate der Ungewissheit, „Erfahrungen im Grenzbereich des Lebens“, wie sie selbst es beschreibt. Im Sommer dann die Erleichterung: Eine Stammzellenspende hat geklappt, am 8. Juli 2020, der Tag, den sie selbst ihren „zweiten Geburtstag“ nennt. Die endgültige Heilung konnte beginnen.

Monika Willert möchte mit diesem Podcast keinen „Seelenstriptease“ (wie sie es nennt) hinlegen. Was stattdessen erreichen möchte: Die Menschen sensibilisieren für das Thema Stammzellenspende und dann natürlich auch, dass sich möglichst viele Menschen für eine solche Spende bereiterklären, sich registrieren lassen, zum Beispiel bei der DKMS, der Deutschen Knochenmark-Spender-Datei mit Sitz in Tübingen. Um das zu erreichen, erzählt sie im Podcast die Geschichte ihrer Krankheit, wie es war, ausgerechnet im „Coronajahr 2020“ dieses Schicksal zu erleiden und wie sie mit der Diagnose und den Auf und Abs der Krankheit fertig wurde. Darüber hinaus berichtet sie über die medizinischen Hintergründe, was die Stammzellenspende bedeutet – für Spender und Empfänger.

Kryptowährung Bitcoin: Für wen ist das was? Wer sollte besser die Finger davon lassen?

Mit dabei:
  • Holger Mock
  • Angelo Picierro

Oktober 2009: Start der sogenannten Krypto-Währung Bitcoin. Preis für einen Bitcoin: damals 1 US-Dollar, also zum damaligen Kurs ungefähr 70 Cent. 12 Jahre später liegt der Preis für einen Bitcoin bei etwa 45.000 Euro (täglich schwankend). Hätte man sich also im Oktober 2009 für 100 Euro Bitcoins gekauft, das wären 142 Bitcoins gewesen, dann wären die jetzt rund 6,5 Millionen Euro wert. Unfassbar.

Viele Menschen fragen sich: Soll ich mir auch mal solche Botcoins kaufen, soll ich da jetzt noch einsteigen? Im Podcast mit Angelo Picierro, Finanz-Experte und Vorstand der Kreis- und Stadtsparkasse Kaufbeuren, klären wir die wichtigen Fragen: Was genau ist Bitcoin, wie funktionieren Krypto-Währungen und wie sicher und verlässlich sind sie? Für wen ist eine Anlage oder Spekulation mit Bitcoin oder einer anderen Kryptowährung sinnvoll und wer sollte besser die Finger davon lassen?

Im Unterschied zu vielen anderen Experten-Berichten über Bitcoin, handelt es sich hier nicht um ein Verkaufsgespräch. Die Sparkasse handelt nicht mit Bitcoins, auch wenn sie natürlich tief im Thema ist.

Podcast mit dem BUND Naturschutz: Tourismus in den Allgäuer Alpen: „Immer mehr und immer weiter ist der falsche Weg!“

Mit dabei:
  • Lisa Hauger
  • Thomas Frey

In der Corona-Pandemie sind mehr Menschen in den Allgäuer Bergen unterwegs als vor Corona. Zumindest entsteht dieser Eindruck, wenn man sich in den Bergen aufhält: Obwohl die Skisaison ausgefallen ist, wimmelte es an den Gipfeln zeitweise von Skitourengehern und Schneeschuhwanderern.

Wie sich die ausgefallene Wintersaison auf die Natur ausgewirkt hat und was sich der BUND Naturschutz (BN) für den Tourismus in den bayerischen Alpen wünscht, ist Thema dieses Podcasts. Mit Thomas Frey, Regionalreferent für Schwaben beim BUND Naturschutz sprechen wir außerdem darüber, was sich der BN für die kommende Sommersaison erwartet und worin das Problem beim Wildcampen liegt.

Forderungen des BUND Naturschutzes

Um dauerhaft natur- und umweltverträglichen Tourismus in den bayerischen Alpen zu ermöglichen, fordert der BUND Naturschutz unter anderem den sogenannten „Alpenplan 2.0“, ein Zonierungskonzept für Individualsportarten. Darin ist verankert, welche Outdoorsportarten wo problemlos möglich sind und in welchen Räumen die Outdoorsportaten aus Naturschutzgründen verboten sein sollten.

Außerdem ein Thema im Podcast: Den Ausbau von Straßen im Allgäu zu stoppen. Laut BN sei es stattdessen wichtig, sich mehr auf Busse und den Bahnverkehr zu konzentrieren. Damit sollen die Ortschaften im Allgäu unter anderem nicht von „Blechlawinen“ überrollt werden, wie es letztes Jahr in manchen Ortschaften der Fall war.

Wildcamping im Allgäu

Nach Angaben der Polizei gibt es seit Beginn der Corona-Pandemie mehr Wildcamper im Allgäu, insbesondere an touristischen Hotspots. Im Winter vor allem dort, von wo aus man zu Skitouren starten kann, wie beispielsweise in Balderschwang und am Ifen. Im Sommer tummeln sich viele Wildcamper in den Bergen und rund um Seen, wie beispielsweise am Forggensee. Aber warum schadet Wildcampen eigentlich der Natur? Darüber sprechen wir ebenfalls im Podcast.

AI166 Tourismus in der Corona-Krise: So ist die Lage im Allgäu

Mit dabei:
  • Holger Mock
  • Prof. Dr. Alfred Bauer
  • Bernhard Joachim

Tourismus und Gastronomie leiden wie kaum eine andere Branche unter der Corona-Krise. Die Einbußen sind beträchtlich: Das Allgäu hat hochgerechnet rund 500.000 Euro pro Stunde weniger Umsatz. Das Bayerische Zentrum für Tourismus Fakultät hat jetzt das Ergebnis einer Studie mit dem Titel „Reisen in Zeiten von Corona“ veröffentlicht. In der Studie wurden im März über 2.000 Menschen zwischen 18 und 74 Jahren in ganz Deutschland online zu ihren Reiseabsichten befragt. Im Podcast spricht Prof. Dr. Alfred Bauer, Dekan der Fakultät Tourismus-Management an der Hochschule Kempten und Vorsitzender des Bayerischen Zentrums für Tourismus, über die Studie und was die Corona-Krise für Auswirkungen hat. Seine wichtigsten Erkenntnisse:

  • Die Leute wollen reisen.
  • Der Anteil derer, die innerhalb Deutschlands reisen möchten, ist leicht erhöht.
  • Vor allem ältere Menschen halten sich allerdings bei Reisen momentan zurück.
  • 30 Prozent der Menschen wollen nach der Corona-Krise nachhaltiger reisen als vorher.

Ebenfalls mit im Podcast: Bernhard Joachim, Geschäftsführer der Allgäu GmbH, die Gesellschaft für Standort und Tourismus, quasi der Dachverband des Tourismus im Allgäu. Er spricht unter anderem darüber, warum auch von Seiten Tourismus und Gastronomie die Kritik an den Corona-Maßnahmen immer lauter wird: „Mit zunehmendem Lockdown und lang anhaltender Pandemie stellt man mehr und mehr fest, dass die Politik jetzt auch kein Patentrezept hat, wie man das in den Griff kriegen kann und deswegen der Unmut immer größer wird.“

Die weiteren Themen: Warum das Allgäu eine geeignete Modellregion wäre, welche Bedeutung das Reisen für die Menschen hat, wie Corona das Reiseverhalten verändern wird, warum gerade jetzt für viele Menschen Nachhaltigkeit beim Reisen ein Thema ist und: der neue Ausflugsticker, der jetzt vom Bundeswirtschaftsministerium vorgestellt wurde. Wie kann dieser Ausflugsticker Tourismusregionen wie das Allgäu bei der Besucherlenkung unterstützen?