AI129 Jung, (“zufällig”) weiblich – CSU: Sarah Knobloch (25) ist die Neue an der Spitze der Immenstädter CSU

Mit dabei:
  • Holger Mock
  • Sarah Knobloch

Klischees – immer wieder gerne. Eine junge Frau, Sarah Knobloch (25) hat den Vorsitz des CSU-Ortsverbandes Immenstadt übernommen. Jung, weiblich, CSU: erwartet man so nicht unbedingt. Sarah Knobloch hat Politik studiert und arbeitet als wissenschaftliche Mitarbeiterin im Kemptener Büro von Bundesminister Dr. Gerd Müller. Wie sie ihre neue Rolle sieht, wie sie mit Klischees umgeht, warum sie bei den Schüler-Demos “Fridays For Future” als Schülerin auf jeden Fall dabei gewesen wäre, was sie für Pläne und Ambitionen hat, warum “Politik” für sie das Traum-Berufsfeld ist und warum sie sich schon seit zehn Jahren in ihrem “Projekt Lebenslang” gegen Missbrauch engagiert, erzählt sie uns im Podcast.

AI128 Experten zur Zukunft des Tourismus im Allgäu: “Nachhaltigkeit besonders wichtig”

Mit dabei:
  • Holger Mock
  • Prof. Dr. Alfred Bauer
  • Klaus Holetschek

Wohin soll’s gehen? “Sanfter” Tourismus? Nachhaltigkeit, trotzdem gute Wertschöpfung? Was sind die Rezepte, mit denen man in Zukunft im Allgäu mit Tourismus noch Geld verdient, ohne die Natur zu schädigen, die ja Touristen überhaupt erst ins Allgäu lockt?

In unserem Podcast erklären Prof. Dr. Alfred Bauer, Professor und Dekan an der Fakultät Tourismus-Management, Hochschule Kempten und Leiter des neuen Bayerischen Zentrums für Tourismus und Klaus Holetschek, Mit-Initiator des Zentrums für Tourismus, Vorsitzender des Tourismusverbands Allgäu/Bayerisch Schwaben, Präsident des Bayerischen Heilbäder-Verbandes und CSU-Landtagsabgeordneter, wie sich der Tourismus in Bayern und im Allgäu aufstellen muss, warum Prof. Dr. Bauer den Begriff “sanfter” Tourismus nicht mag und warum Klaus Holetschek findet, dass die Ersatz-Lösung für die Skischaukel am Riedberger Horn, dort ein “Zentrum Naturerlebnis Alpin” zu erschaffen, eine gute Lösung ist.

AI125 Neuer Hochschulpräsident in Kempten: “kontinuierliche Weiterentwicklung statt grundsätzlicher Neugestaltung”

Mit dabei:
  • Holger Mock
  • Professor Dr. Wolfgang Hauke

Professor Dr. Wolfgang Hauke (58) heißt der neue Präsident der Hochschule für angewandte Wissenschaften in Kempten. Am 15. März 2019 war seine offizielle Amtseinführung. Er ist Nachfolger von Professor Dr. Robert F. Schmidt (65), der nach 17 Jahren als Präsident jetzt den Ruhesand genießt.

“Stallgeruch” hat Professor Hauke. Seit 2000 ist er schon an der Kemptener Hochschule als Professor für Betriebswirtschaftslehre tätig, seit 2011 Dekan dieser Fakultät. Trotzdem sieht er sich durchaus in der Lage, frischen Wind an die Hochschule zu bringen, da wo es nötig ist.

Wo Professor Hauke gerne “lüften” würde, wo er Potential für die Zukunft der Hochschule sieht und wie er selbst als Student war (wild oder strebsam?) verrät er in diesem Podcast.

AI124 Wirtshaussterben in Bayern: Friesenrieder Gastro-Paar zeigt, dass es auch anders geht

Mit dabei:
  • Holger Mock
  • Romana Hinterberger
  • Jürgen Hinterberger

Ein Gasthof mitten im Dorf. An sich ein gewohntes Bild in Allgäuer Ortschaften. Aber wie in insgesamt rund 500 Gemeinden in ganz Bayern, stehen auch im Allgäu mittlerweile viele Dorfgaststätten leer. Zu viele Auflagen, zu viel Arbeit, zu wenig Personal: Gründe, einen Gasthof zu schließen, gibt es viele.

“Du musst komplett wahnsinnig sein, dann funktionierts”, sagt Romana Hinterberger, Wirtin im Gasthof “Zum Wolpertinger” in Friesenried. Gemeinsam mit ihrem Mann Jürgen hat sie 2017 die Dorfgaststätte im Ortszentrum wiederbelebt: mit Erfolg.

Außer dem persönlichen Wahnsinn: Worauf die beiden ihren Erfolg noch zurückführen, wie schwierig der Weg bis zur Eröffnung war und warum sie ohne die Mithilfe der Einheimischen den “Wolpertinger” nicht hätten eröffnen können, erzählen sie im Podcast.

AI122 “Uns liegt wirklich was an der Umwelt:” Zwei junge Kemptener zur Kritik an Fridays-for-future

Mit dabei:
  • Camilla Schulz
  • Leni Kubutsch
  • Marco Eichberger

Junge Menschen streiken weltweit freitags, um gegen die aktuelle Klimapolitik zu protestieren. Fridays for Future heißt die Bewegung, die von der schwedischen Schülerin Greta Thunberg (16) ins Leben gerufen wurde. Auch in Kempten gingen die Schüler am Freitag schon auf die Straße, um für echten Klimaschutz zu kämpfen.

Dabei bekommen die Schüler nicht nur positive Resonanz. Kritiker wenden ein, Proteste in der Freizeit wären glaubwürdiger.  “Warum demonstrieren sie nicht am Wochenende oder nach der Schule? Weil es dann keinen Spaß macht. Also wirklich echter Einsatz sieht anders aus”, heißt es zum Beispiel auf unserer Facebookseite. 

Leni Kubutsch, Schülerin in Kempten, und Marco Eichberger, Student in Kempten, sind im Organisationsteam von Fridays-for-future Kempten und haben uns im Podcast erzählt “uns liegt wirklich was an der Umwelt.” Die beiden engagieren sich schließlich nicht nur freitags während der Schulzeit für die Umwelt, sondern setzen sich auch in ihrer Freizeit sehr für eine bessere Zukunft ein. Die beiden geben aber auch ganz offen zu, dass unter den Protestierenden auch viele dabei sind, die einfach nur die Schule schwänzen wollen, denen das ganze nicht so am Herzen liegt. 

Die 16-jährige Leni kauft überwiegend Second-Hand-Klamotten und versucht, Plastik und Wasser zu sparen und duscht “drei Minuten statt eine halbe Stunde.” Der 18-jährige Marco hat sich selber vorgenommen, nicht mehr zwingend zu fliegen, “weil es einfach so ein krasser CO2-Ausstoß ist.” Beide versuchen auch möglichst oft, mit dem Fahrrad oder öffentlichen Verkehrsmitteln zu fahren. Bei ihren Vorhaben werden sie auch von den Eltern und Freunden unterstützt.

Die nächste Fridays-for-future-Demo ist für den 15. März, dem internationalen Klimastreik-Tag, geplant. Marco hat die Demo bereits beim Ordnungsamt angemeldet und hofft, dass sie genehmigt wird und wieder so viele Schüler kommen, wie bei der ersten Demo im Februar. Damals haben die Schüler Forderungen an die Stadt Kempten gestellt und wurden auch vom Kemptener Oberbürgermeister Thomas Kiechle zu einem Gespräch ins Rathaus eingeladen. Welche Forderungen die Schüler an die Stadt haben und was sie sich vom Termin mit den Politikern erwarten, erfahren Sie in unserem Podcast.

AI 119: Kaum Spenden nach Christbaumentsorgung: Durachs Bürgermeister macht im nächsten Jahr trotzdem weiter

Mit dabei:
  • Gerhard Hock
  • Stephanie Eßer

78 Euro in 20 Sammelbüchsen für insgesamt 7.000 abgeholte Christbäume. Das ist die Bilanz der Spendenaktion des Duracher Bürgermeisters, Gerhard Hock. Seit 28 Jahren entsorgt er mit freiwilligen Helfern die Christbäume nach der Weihnachtszeit. Die ausgedienten Christbäume werden danach aber nicht einfach weggeworfen: Ein Teil der Bäume wird gehäckselt und kompostiert. Der andere Teil wird für das traditionelle Funkenfeuer verwendet.

Mit der Entsorgungs-Aktion sollen Spenden für örtliche Hilfsorganisationen gesammelt werden, das zumeist über Überweisungen. Den 7.000 eingesammelten Christbäumen stehen allerdings nur 250 Einzelüberweisungen gegenüber. Zusammengerechnet sind bisher etwa 5.000 Euro zusammengekommen. Mit einer Büchse durch die Straßen zu ziehen sei keine Option, denn dafür fehle das Personal. Außerdem habe sich der Ton gegenüber den freiwilligen Helfern verschlechtert: “Deswegen weigern sich junge Menschen auch das zu tun, weil sie mit einem positiven Gefühl rausgehen wollen und nicht mit einem negativen”, so Hock. An der Kommunikation könne man aber noch arbeiten. Einige Bürger waren verwundert, weil sie nichts von der Aktion wussten oder davon ausgingen, dass die Müllabfuhr für die Entsorgung zuständig sei.

In unserem Podcast spricht Bürgermeister Gerhard Hock unter anderem über seine Beweggründe, die Aktion neben dem Amt durchzuführen, mit welchen Herausforderungen die Helfer in diesem Jahr zu kämpfen hatten und warum er auch im nächsten Jahr weitermachen wird.

Bis Ende Februar können Spenden an das Konto Christbaum, IBAN: DE37 733500000 610 051 336 BIC: BYLADEM1ALG überwiesen werden – dann sollen die Spenden übergeben werden.

AI 115 “Nichts ist unhackbar”: Kemptener Informatiker Frank Köhler über sichere Passwörter

Mit dabei:
  • Frank Köhler
  • Stephanie Eßer

Mit dem “Ändere dein Passwort Tag” soll jedes Jahr am ersten Februar auf die Sicherheit von Zugangsdaten aufmerksam gemacht werden. Denn Passwörter wie “Passwort” oder “1234” sind noch immer sehr beliebt und machen es Hackern leicht an persönliche Accounts und Daten zu gelangen. Aus aktuellem Anlass umso wichtiger, häufen sich doch gerade die Nachrichten von neuen Veröffentlichungen persönlicher E-Mail-Adressen und Passwörter

“So lang und so kryptisch, dass man es sich nicht merken kann”: So sollte ein Passwort laut Frank Köhler, Webentwickler und Leiter der IT bei der Firma rta.design in Kempten, aussehen. Ein sicheres Passwort sollte seiner Meinung nach mindestens 12 Zeichen lang sein und aus Groß- und Kleinbuchstaben sowie Sonderzeichen und Zahlen bestehen. Außerdem sei es wichtig, das Passwort regelmäßig zu erneuern. Doch selbst dann sei eine hundertprozentige Sicherheit nicht gewährleistet.

Über verschiedene Portale können Nutzer testen, ob ihre persönlichen Daten in einem Leak veröffentlicht wurden. Unter einem Leak (zu Deutsch: Leck) versteht man die Veröffentlichung von Informationen ohne Zustimmung des Eigentümers. Das Hasso-Plattner-Institut in Potsdam bietet einen solchen Service an, bei dem die E-Mail-Adresse zur Überprüfung eingegeben werden kann. In einer Mail wird der Nutzer dann darüber informiert, ob oder welche Daten im Internet kursieren (Siehe Bild).

In unserem Podcast erklärt Frank Köhler wie ein sicheres Passwort aussehen soll, was man tun kann, wenn seine Daten im Internet kursieren und warum man nie vollständig vor Hacker-Angriffen geschützt sein kann. Außerdem berichtet der 32-Jährige aus eigener Erfahrung, wie schnell man selbst Opfer von Internetkriminellen werden kann.

AI 114 Mit Demenz in Würde altern: Lindauer Diakonie plant Demenzdorf

Mit dabei:
  • Anke Franke
  • Stephanie Eßer

Das Kurzzeitgedächtnis leidet, im weiteren Verlauf dann auch das Langzeitgedächtnis. Man kann sich an bestimmte Ereignisse nicht mehr erinnern und Worte fallen einem nicht mehr so leicht ein wie früher. Personen, die an Demenz erkrankt sind, merken, dass etwas mit Ihnen nicht stimmt. Weil ihre Angehörigen oft selbst mit der Situation überfordert sind, kommen viele Demenzkranke später in ein Pflegeheim.

Doch nicht alle Heime haben die Möglichkeit, jeden Patienten individuell zu betreuen und auf ihre Bedürfnisse einzugehen. Nicht selten kommt es deshalb in Deutschland vor, dass Demenzkranke mit Medikamenten ruhig gestellt werden. Nicht aus böser Absicht, jedoch aus Überforderung.

Mit dem Alten- und Pflegeheim Maria-Martha-Stift in Lindau ist es der evangelischen Diakonie gelungen, den Bewohnern ein eigenständiges und freieres Leben zu ermöglichen. Daran möchte Anke Franke, Einrichtungsleiterin des Maria-Martha-Stifts und Geschäftsführerin der evangelischen Diakonie Lindau, nun anknüpfen.

Schon seit einigen Jahren setzt Sie sich für ein Pilotprojekt nach dem niederländischem Vorbild “De Hogeweyk” ein. Unter dem Namen “Hergensweiler Heimelig” soll ein Dorf für Menschen mit Demenz entstehen. Dort sollen die Bewohner ein ganz normales Leben führen können, ihren Bewegungsdrang ausleben und mit anderen Menschen zusammenleben können.

Für dieses Projekt erhält die 59-Jährige auch die Unterstützung aus der Politik. Der Bürgermeister von Hergensweiler, Wolfgang Strohmaier, hat dafür sogar das niederländische De Hogeweyk besucht, um sich von dem Konzept zu überzeugen. Auch Bundesentwicklungsminister Gerd Müller (CSU) steht hinter dem Pilotprojekt und hat mit mehreren Ministern gesprochen, um die Förderung des Dorfes voranzutreiben.

Wie in deutschen Heimen mit Demenzkranken umgegangen wird, warum das “Hergensweiler Heimelig” eine würdevolle Alternative ist und wie es mit dem Pilotprojekt weitergeht, hören Sie in unserem Podcast.

“Der Respekt gegenüber Rettungskräften nimmt immer mehr ab”: Andreas Kracker von der Freiwilligen Feuerwehr Sonthofen über aktuelle Herausforderungen

Mit dabei:
  • Andreas Kracker
  • Camilla Schulz
Feuer löschen, verunfallte Menschen aus Autos befreien und vollgelaufene Keller leer pumpen: Das alles sind Aufgaben, die Feuerwehrmänner für uns bewältigen. Sie sind unsere Alltagshelden und helfen, wo es nur geht. Der 1. Vorstand und Kommandant der Freiwilligen Feuerwehr Sonthofen, Andreas Kracker, bezeichnet sich selbst aber nicht als Alltagshelden. “Für mich ist es einfach ein Hobby, so wie für andere der Sport.”

Manchmal wird dieses Hobby aber zur Zerreißprobe, vor allem wenn die Arbeit und Leidenschaft, die dahinter steckt, nicht geschätzt wird. In letzter Zeit komme es immer häufiger vor, dass Feuerwehrmänner bei Einsätzen nicht mit dem nötigen Respekt behandelt werden. Und auch Einsätze, die eigentlich gar keine wären, häufen sich immer mehr.

Was Andreas Kracker in seiner Zeit als Feuerwehrmann schon alles erlebt hat, wie Einsatzkräfte die Feiertage verbringen und mit welchen Gerüchten die Freiwillige Feuerwehr Sonthofen ganz aktuell zu kämpfen hat, hören Sie in unserem Podcast.

AI111 Internet-Kriminalität: Valeria Wild von der Kripo Kempten gibt Tipps

Mit dabei:
  • Holger Mock
  • Valeria Wild
Fast täglich gibt es neue Fälle von Internet-Kriminalität im Allgäu. Die Kriminalpolizei Kempten hat dafür mittlerweile eine eigene Abteilung eingerichtet. Eine der Spezialkräfte bei der Kripo für Cyber-Kriminelle und ihre Maschen ist Kriminal-Oberkommissarin Valeria Wild (28). Ihr wichtigster Tipp: “Schalten Sie den gesunden Menschenverstand ein.” Wenn ein Angebot zu gut klingt, um wahr zu sein, wenn eine Email-Adresse irgendwie merkwürdig aussieht, wenn ein angeblich offizieller Text einer Behörde oder einer Bank Rechtschreib- und Grammatikfehler enthält, ist Vorsicht geboten.

Wie ihre tägliche Arbeit aussieht, welche Maschen momentan im Umlauf sind, wie sie selbst privat mit dem Internet umgeht und was sie Eltern von Jugendlichen im Umgang mit dem Internet rät, verrät uns Valeria Wild im Podcast.