AI048 – Riedberger Horn: Landrat Anton Klotz zum Stand der Dinge

Mit dabei:
  • Holger Mock
  • Landrat Anton Klotz
  • Markus Raffler

Einmal mehr beschäftigt uns das Riedberger Horn. Dort soll ein Liftverbund entstehen, gegen den Umweltschützer und weitere Kritiker Sturm laufen. Die Bürgerentscheide in Balderschwang und Obermaiselstein haben gezeigt, dass die Bevölkerung vor Ort mehrheitlich den Bau dieser Anlage will. Jetzt will die Staatsregierung per Gesetzesänderung dafür sorgen, dass das auch genehmigt werden kann. Zu Gast heute: Der Oberallgäuer Landrat Anton Klotz, der seine Sicht der Dinge darlegt.

AI047 – Bürgerentscheid zum Riedberger Horn am Sonntag, 18. September 2016

Mit dabei:
  • Holger Mock
  • Uli Hagemeier

Die Obermaiselsteiner und Balderschwanger stimmen am Sonntag, 18. September, über das Bergbahnprojekt am Riedberger Horn ab. Die Gemeinderäte beider Kommunen haben Mitte August einstimmig für ein Ratsbegehren über die Pläne in Grasgehren votiert.

Die Bayerische Staatsregierung hat in Aussicht gestellt, im Falle eines klaren Bürgervotums für das Projekt den Weg zu ebnen.

Holger Mock von all-in.de und Uli Hagemeier, Redaktionsleiter der Allgäuer Zeitung, sprechen über das Projekt, den Bürgerentscheid und die Auswirkungen.

AI046 – Wenn E-Biker falsch bremsen: Rad-Experte Peter Neugebauer aus Kempten gibt Tipps gegen Unfallursache Nummer Eins

Mit dabei:
  • Larissa Pucher
  • Peter Neugebauer

Unfallursache Nummer Eins bei E-Bikern ist eine falsche Bremstechnik. Das sagt Rad-Experte Peter Neugebauer aus Kempten. Er gibt geführte Mountain-Bike-Touren in den Allgäuer Alpen und auch Einsteiger-Kurse für E-Bike-Fahrer. Er ist oft in den Bergen unterwegs und berichtet von brenzligen Situationen, in denen E-Bike-Fahrer beim Bremsen ins Schlingern geraten und die Kontrolle verlieren. Oft stürzen die E-Biker und verletzen sich schwer, weil sie mit hohem Tempo unterwegs sind. Das kommt daher, dass die E-Bikes schwerer sind als ein normales Mountainbike. Also rückt die Bergwacht aus und die hat wegen der hohen Unfallzahlen kürzlich Alarm geschlagen. Laut Georg Hasselberger von der Bergwacht Oberstdorf könnten viele E-Biker in Gebiete vorstoßen, die sie sonst konditionell nicht hätten erreichen können. Damit überforderten sich viele. In diesem Podcast klären wir über Irrtümer auf und stellen fest, dass E-Bikes nicht mehr nur für Omas und Opas sind.

AI045 – Kriseninterventionsdienst im Dauereinsatz – ein Gespräch mit dem Teamleiter Oberallgäu

Mit dabei:
  • Larissa Pucher
  • Alessandro Genovese

Urlaubszeit im Allgäu. Das Wetter ist gut, viele Urlauber und Einheimische unternehmen Ausflüge. Das merken viele Allgäuer vor allem am Verkehr auf den Straßen, die Richtung Berge und Ausflugsziele führen.

Andere merken es am oft mehrmals täglichem Piepsen des Einsatz-Pagers. Alessandro Genovese ist hauptberuflich Rettungsassistent. Ehrenamtlich koordiniert er die Einsätze für das Kriseninterventionsteam (KIT) Kempten, den Kriseninterventionsdienst (KID) Oberallgäu und ist Mitkoordinator für die Einsätze der Notfallseelsorge Oberallgäu.  In diesem Podcast erzählt Genovese von seinen persönlichen Erlebnissen, die er bei Einsätzen als Kriseninterventionsdienstler hatte. Er erinnert an die Schlammlawine in Oberstdorf, die vor über einem Jahr zwei Wohngebiete nach Starkregen überflutet hatte. Wie die Menschen auf diese extreme Situation, womöglich Haus und Hof verloren zu haben, reagierten.

Und er erinnert an Einsätze, die ihn persönlich mitgenommen haben. Als er beispielsweise nach einem tödlichen Motorradunfall auf der A7 mit seinem Team die Hinterbliebenen betreuen musste. Das Unfallopfer war Teil einer Motorradgruppe, deren Mitglieder sich untereinander sehr gut kannten. Nach diesen Einsätzen bekommen die ehrenamtlich Tätigen Unterstützung von anderen Experten, damit sie das Erlebnis besser verarbeiten können.

Das Kriseninterventionsteam hat zur Zeit 15 ehrenamtliche Mitglieder im KID Oberallgäu, 20 sind für das KIT Kempten tätig und 15 für die Notfallseelsorge Oberallgäu. Das Team nimmt gerne neue Freiwillige auf. Wer Interesse hat, kann sich gerne unverbindlich informieren. Genovese erzählt im Podcast genau, wie die Ausbildung abläuft und nimmt auch schon die ersten Ängste: Kein Neuer wird ins kalte Wasser geschmissen, sondern hospitiert erst mal auf Einsätzen des Kriseninterventionsteams.

So wird man Kriseninterventions-Helfer – das Mindestalter beträgt 23 Jahre
In den Kriseninterventionsteams (KITs) arbeiten ehrenamtliche Mitarbeiter. Sie kümmern sich um Menschen, die mit schweren Erlebnissen – Unfällen, Tod eines Angehörigen, Katastrophen, Gewaltverbrechen, Suizid – fertig werden müssen, überbringen Todesnachrichten und leisten “psychosoziale Notfallversorgung”. Die Helfer hören zu, beruhigen und trösten die Betroffenen und begleiten sie durch die Krise. Wie lange die Betreuung dauert, richtet sich dabei nach den Bedürfnissen der Betroffenen.

Nicht zuständig ist das KIT bei Ehe- und Nachbarschaftsstreitigkeiten. Nicht betreut werden auch Menschen unter Drogeneinfluss und Betrunkene sowie chronisch psychisch Kranke.

Für die Ausbildung zum Kriseninterventions-Helfer sind folgende Kriterien erforderlich: Die Personen müssen mindestens 23 Jahre alt sein, über psychische Stabilität und Empathie verfügen sowie die Bereitschaft mitbringen, sich umfassend aus- und weiterbilden zu lassen.

Zur Ausbildung gehören ein Grundlehrgang und ein Fachlehrgang. Vermittelt werden unter anderem Kenntnisse in psychosozialer Notfallversorgung (PSNV), Psychotraumatologie, Gesprächsführung, Einsatzstruktur, Aufgaben von Rettungsdiensten und situatives Handeln.

Die Ausbildung beträgt 120 Unterrichtsstunden und wird zum Beispiel vom Arbeiter Samariterbund (ASB) oder dem Bayerischen Roten Kreuz (BRK) angeboten. Während der Ausbildung hospitieren die Lehrgangsteilnehmer bei Einsätzen unter der Aufsicht eines Mentors. Mehrmals im Jahr finden Supervisionen statt.

AI044 – Gumpenunglück mit zwei Toten, Blitzeinschlag mit Todesopfer, Roßhauptenerin wagt den Schritt in die Selbständigkeit, Festwochen-Rundgang mit Martin von Losamol

Mit dabei:
  • Holger Mock
  • Larissa Pucher

In dieser Folge beschäftigen wir uns zunächst mit zwei unangenehmen Themen. An den Buchenegger Wasserfällen hat es ein Unglück gegeben, bei dem zwei Menschen gestorben sind: Ein 17-jähriger Flüchtling und ein 31-jähriger Begleiter. Ist so etwas zu verhindern oder ist die Natur manchmal einfach unberechenbar?

Bei einem Gewitter am Steineberg hat sich ein Ehepaar unter einen Baum gestellt. Dort schlug der Blitz ein und hat die Ehefrau (48) erschlagen. Der Mann ist schwer verletzt. Was kann man tun, damit einem so ein Schicksal erspart bleibt?

Der Traum von der Selbständigkeit: Für Andrea Settele aus dem Ostallgäuer Roßhaupten ist er wahr geworden. Warum machen das eigentlich so wenige Leute, wo doch so viele mit ihrem (Berufs-)Leben so unzufrieden sind?

Wir haben einen Festwochen-Rundgang gemacht, und zwar mit einem der besten Entertainer des Allgäus: Martin von der Mundart-Reggae-Band Losamol hat für uns mit den Besuchern “Allgäu-Quiz” gespielt.

Und dann haben wir noch ein neues Drohnen-Format erfunden: “Wo bin ich?” heißt es. Die neue Folge ist gedreht, zu finden auf unserer Facebook-Seite.

AI043 – Festwochen-Spezial

Mit dabei:
  • Holger Mock
  • Anna Hatt

Kempten im Ausnahmezustand: Allgäuer Festwoche!

Die ganze Stadt ein Meer aus Dirndl und Lederhosen, diesmal sogar mit einem Weltrekord: Am ersten FeWo-Samstag (13.08.) sollen 3.000 Dirndl-Trägerinnen (und evtl. Träger) im Stadtpark dafür sorgen, dass der Dirndl-Weltrekord ins Allgäu kommt. Ab 15.30 Uhr bekommt man sein Weltrekords-Bändchen, richtig los geht es um ca. 16.30 Uhr im Stadtpark. Vor der dortigen Bühne müssen sich alle versammeln und wenn es gut läuft, hält das Allgäu und mit ihm jede Dirndl-Trägerin die dabei war, den Weltrekord. Ehrensache, da mitzumachen, oder?

Nicht ganz so weltrekordverdächtig ist die festliche Beflaggung der Stadt zur Festwoche mit Fahnen und Wimpeln. Zu klein, zu wenig, zu wenig effektiv. Das hat auch der Oberbürgermeister erkannt und nachbessern lassen.

Bieranstich mit schmerzhafter Panne: Der Juniorchef durfte zum ersten mal den Festbieranstich übernommen und hat sich prompt mit dem Holzhammer dermaßen auf den Finger gehauen, dass er ins Krankenhaus musste. Egal, das Bier schmeckte trotzdem und hat den Oberbürgermeister sogar zum Dichten verleitet.

Thema Sicherheit: Auch die Festwoche steht unter dem sicherheitstechnischen Eindruck von Würzburg und Ansbach. Es gibt einiges an Änderungen.

Die Veranstaltung, auf der man gewesen sein muss: “Rockt den Stadtpark! Vol. 7” am Dienstag, 16.08. ab 18 Uhr. Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer zur Wahl von Festwochen-Fehl und Festwochen-Bua werden wieder alles geben, um zu gewinnen, und LOSAMOL, die Festwochen-Band schlechthin, gibt exklusiv ihr einziges Festwochen-Konzert auf unserer Veranstaltung.

Wir wünschen viel Spaß auf der Allgäuer Festwoche 2016!

AI042 – Urlaubs- und Freizeit-Themen: Marienbrücke bei Schloss Neuschwanstein, Wohnmobile und E-Bikes

Mit dabei:
  • Holger Mock
  • Anna Hatt

Sommerferien im Allgäu: Deshalb haben wir unseren Podcast diesmal einigen touristischen Themen gewidmet.

Den besten Blick auf Schloss Neuschwanstein hat man hoch oben über der Pöllatschlucht. Zwölf Monate lang wurde der Steg saniert. Jetzt wurde die Marienbrücke wiedereröffnet.

Früher war All-inclusive-Urlaub der Renner. In Zeiten von Selbstmord-Piloten, Terroranschlägen in Urlaubsländern und zunehmenden Reise-Individualismus meiden aber immer mehr Menschen die klassischen Urlaubspfade und setzen auf Sicherheit und Unabhängigkeit. Deshalb nehmen Ferien im Wohnmobil seit zwei Jahren deutlich zu.

Auch das Geschäft mit E-Bikes boomt, obwohl sie kein Schnäppchen sind. Renner sind inzwischen Mountainbikes mit elektrischem Hilfsmotor, die es laut Fachhändlern ab etwa 2.500 Euro gibt.

AI041 – Brandstiftung in Neugablonzer Flüchtlingsunterkünften, Selbstverteidigung mit Kickbox-Weltmeister und Rohrbombenalarm wegen Geocaching

Mit dabei:
  • Stephan Michalik
  • Holger Mock

In Kaufbeuren-Neugablonz hat es drei Brände in Flüchtlingsunterkünften gegeben, alle drei waren Brandstiftung, sagt die Polizei. Was die Polizei nicht sagt, ist: Wer hat die Brände gelegt und warum? Der Grund dafür, dass die Polizei das nicht sagt, ist: Weil sie es nicht weiß. Und das schürt Spekulationen von beiden Seiten – von Asylbefürwortern und von Asygegnern.

Mit dem Thema Flüchtlinge verwandt ist unsere Reportage zum Thema Selbstverteidigung. Der Axt- und Messer-Angriff eines 17-jährigen Afghanen im Zug bei Würzburg hat viele Menschen im Allgäu aufgeschreckt: So nah war der islamistische Terror noch nie! Kann man sich gegen einen solchen Angriff schützen? Wenn ja: wie? Der Kemptener Kickbox-Weltmeister der Amateure Ali Celik gibt Tipps.

Einen größeren Polizeieinsatz mit Sprengstoff-Spürhund hat die Meldung eines Passanten ausgelöst: Ein Mann habe etwas Merkwürdiges (vielleicht eine Rohrbombe?) an ein Verkehrsschild gebunden. War der Großeinsatz berechtigt? Oder war das übertrieben?

AI040 Terror in Nizza, Wintereinbruch in den Bergen, rechte Skinheads in Memmingen und Glockenstreit in Kaufbeuren

Mit dabei:
  • Stephan Michalik
  • Holger Mock

Am Abend des 14. Juli, ca. 23 Uhr, ist ein Mann in Nizza mit einem LKW in eine Menschenmenge gefahren und hat so mindestens 84 Menschen getötet, bevor ihn die Polizei erschossen hat. Wir sind – wie die ganze Welt – geschockt!

Die Allgäuer Alpen sind nochmal beschneit worden: Mit echtem Schnee! Teilweise über 10 Zentimeter Neuschnee gab es Mitte Juli auf ca. 2.000 Metern Höhe. Nicht weltbewegend, aber doch ungewöhnlich und mit einer rekordverdächtigen Anzahl an Reaktionen auf unserer Facebook-Seite.

Skinhead ist nicht gleich Skinhead. Aber die Skinhead-Kameradschaft “Voice of Anger” aus dem Memminger Raum ist laut Landeskriminalamt klar als rechtsextrem einzustufen. Die Männer möchten offenbar gerne ein Klubhaus und haben sich dafür eine kleine Gaststätte in einer Memminger Kleingartensiedlung ausgesucht. Die Stadt hat aber etwas dagegen.

In Kaufbeuren ist ein Glockenstreit entbrannt! Ein Bürger hat sich beschwert, weil ihm das “Dong, Dong” (katholische Kirche) und das “Ding Ding” (evangelische Kirche) den Schlaf raubten. Wir waren vor Ort und haben dort mit dem Pfarrer gesprochen und mit einem Anwohner, der auf die Glockenschläge nicht verzichten möchte.

AI039 Bärenkampf, Naziauto, Hochsommer und Computersucht

Mit dabei:
  • Holger Mock
  • Anna Hatt

Ein Mann in Lindau hat betrunken mit einem Haribo-Bären gekämpft. Das eigentlich Spannende daran ist die Polizeimeldung.

Die Polizei hat in Egg a. d. Günz einen Betrunkenen schlafend im Auto in einem Bach entdeckt. Das Auto war voller Neonazi-Symbole.

Lange genug hat’s gedauert: Jetzt kommt der Hochsommer zumindest für ein Wochende ins Allgäu.

Smartphones, Tablets, Desktopcomputer: Immer mehr Menschen im Allgäu sind süchtig nach digitaler Unterhaltung. Vor allem Online-Spiele sind suchtgefährdend.